Salzburger Nachrichten: Österreicher setzen im Urlaub auf die Kreditkarte
WIEN (SN-akr). Mit der Reisezeit beginnt für viele wieder die Kreditkartenzeit. Das zeigt eine
Untersuchung des Unternehmens PayLife. Demnach werden mehr als 40 Prozent aller Umsätze mit
PayLife-Kreditkarten im Ausland getätigt. 14 Mal pro Jahr greifen die Österreicher demnach in der
Fremde zur Karte, um in Summe rund 1400 Euro auszugeben. Vor einem sorglosen Umgang mit der
Kreditkarte, vor allem in Nichteuroländern, warnt unterdessen die Arbeiterkammer AK, die erst im
Mai verschiedene Kreditkartenunternehmen unter die Lupe nahm. Das Ergebnis: Wer mit der Kreditkarte
in Österreich oder im Euroraum
einkauft, hat keine Spesen. Im Nichteuroraum muss man mit Spesen von einem bis zwei Prozent
rechnen. Besonders Geld abheben mit Pincode am Geldautomaten kommt teuer:
In Österreich und in Euroländern machen die Spesen drei Prozent oder mindestens 2,50 bis vier Euro aus. Wer in Nichteuroländern Geld abhebt, zahlt zu den drei Prozent und Mindestspesen noch extra Manipulationsgebühren von einem bis zwei Prozent. Kritik übt die AK an der unklaren Devisenkursverrechnung. Seit 1999 gibt es keine einheitliche Kursbildung mehr - Banken und Kreditkartenfirmen bilden die Kurse selbstständig. Das sei für Konsumenten nicht nachvollziehbar.

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